Wolfgang Huber, Bischof der Evangelischen Kirche, hält sich möglicherweise für das „Competence-Center Jugend und Psychologie“. Der Welt predigt er offenbar: „Jugendliche tauchen auf manchen Internetseiten in eine Welt der Gewalt ein, die dann real wird“. Schuld an dieser Erkenntnis ist vermutlich eine Erleuchtung. Ich konnte jetzt jedenfalls nichts finden, was ihn zu einem Fachmann für etwas anderes als Theologie qualifiert hätte.
Es ist schon erstaunlich, wie schnell nach so einem Ereignis wie dem sogenannten „Amoklauf“ kürzlich die Experten für alles aus ihren Löchern gekrochen kommen. Jeder Politiker ist plötzlich ein Weltversteher, jeder noch so absurde Sachverhalt hat plötzlich einen „Fachmann für …“ und auch die Kirche darf nicht fehlen.
„Wolfgang Huber: Wir stellen schon seit Jahren fest, dass die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen immer mehr um sich greift. [...]
WELT: Was ist der Grund für die erhöhte Gewaltbereitschaft?
Wolfgang Huber: Die Verführung, die das Internet beinhaltet, ist sicher ein Grund. Was dort möglich ist, stellt eine große Gefahr dar. „
Ja, böses Internet. Teuflisch gradezu.
Da fragt man sich doch, ob die Presse nur für den „mündigen Bürger“ die Wahrheit ein wenig anpasst, oder ob sie damit schon Wortgeber für die ganzen „Experten“ ist.



